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Longevity auf Mallorca: Was ein Institut für vorbeugende Gesundheit wirklich leistet

Das MIEZ Longevity Institute auf Mallorca arbeitet präventiv statt symptomorientiert. Ein Blick auf Ansatz, Methoden und die beiden Standorte Palma und Sineu.

Küstenlandschaft auf Mallorca, wo das MIEZ Longevity Institute arbeitet
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Longevity ist innerhalb weniger Jahre vom Nischenbegriff zum Sammelbecken für alles geworden, was irgendwie nach langem Leben klingt, von Nahrungsergänzung bis Kältekammer. Umso interessanter sind die Häuser, die den Begriff nicht als Etikett benutzen, sondern als Arbeitsauftrag. Auf Mallorca gehört das MIEZ Longevity Institute dazu, ein privat geführtes Gesundheitskonzept mit Standorten in Palma und Sineu.

Der Unterschied zwischen Behandeln und Vorbeugen

Der Leitsatz des Instituts ist unmissverständlich formuliert: „Wahre Gesundheit entsteht nicht durch das Behandeln einzelner Symptome, sondern durch das Verständnis des Körpers als ganzheitliches System." Akute Beschwerden werden gezielt angegangen, der eigentliche Schwerpunkt liegt aber woanders, nämlich auf nachhaltiger Prävention.

Das ist mehr als eine Formulierungsfrage. Wer symptomorientiert arbeitet, behandelt die Schulter, die weh tut. Wer systemisch arbeitet, fragt zuerst, warum ausgerechnet diese Schulter unter Last gerät: ob die Ursache in der Hüfte liegt, in einer alten Verletzung, in der Art zu atmen oder in einem Stoffwechsel, der seit Jahren im Alarmmodus läuft. Der zweite Weg ist aufwendiger. Er ist auch der, der bei wiederkehrenden Beschwerden häufiger weiterführt.

Myoreflextherapie als Kern des Konzepts

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Myoreflextherapie nach Dr. med. Kurt Mosetter, eine manuelle Regulations- und Schmerztherapie, die sich seit etwa 1990 entwickelt hat.

Das Prinzip: Über eine gezielte Druckpunktstimulation am Muskelansatz beziehungsweise am Muskel-Sehnen-Übergang wird eine neuromuskuläre Regulation des gesamten Bewegungsapparats angestoßen. Die dabei gesetzten Umstellungsreize sollen den Organismus dazu veranlassen, eine funktionstüchtige Anatomie des Bewegungssystems wiederherzustellen. Die Methode versteht sich ausdrücklich als integrative Therapieform: sie verbindet funktionelle Anatomie und Orthopädie mit Biochemie, Neurobiochemie, Physik und Biokinematik und bezieht die individuelle Schmerzbiografie mit ein.

Bemerkenswert ist die Herkunft dieses Denkens: Mosetters Ansatz nimmt Einsichten alter Kulturen, Ayurveda und Tibetische Medizin, ebenso auf wie Ergebnisse der modernen Physik und der aktuellen Hochschulmedizin. Elemente, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören, werden zu einem gemeinsamen Handlungsmodell verflochten.

Was ergänzend dazukommt

Um diesen Kern gruppieren sich weitere Verfahren, die individuell kombiniert werden:

  • KiD (Kraft in der Dehnung) nach Dr. med. Kurt Mosetter und Galileo-Training für Bewegungssteuerung, Kräftigung und Beweglichkeit im Gleichgewicht
  • Ayurveda mit Dosha-Beratung und Massagen auf Basis der vitalen Energiepunkte (Marmas) und Energiebahnen (Nadis)
  • Heilkräuter-Essenz-Kosmetik nach Dr. Dietrich Gümbel: Naturkosmetik mit selbst angemischten Pflanzenessenzen
  • CO₂-Atmung mit dem Cardihaler, einem Atemgerät zur Anpassung des CO₂-Sauerstoff-Verhältnisses
  • TCM und Akupunktur mit der Fünf-Elemente-Lehre als Ordnungsrahmen
  • HaemoLaser-Therapie (LowLevel-Laser) mit Fokus auf Blutmilieu und Nährstofftransport
  • ExtraZell zur Regulation im Bereich der Faszien und der intrazellulären Matrix
  • Ernährungsberatung mit dem Glycoplan als Orientierungsraster

Diese Bandbreite ist kein Selbstzweck. Sie erlaubt es, in derselben Praxis von der manuellen Arbeit am Bewegungsapparat zur Frage nach Schlaf, Stoffwechsel und Regeneration zu wechseln, ohne dass der Patient zwischen mehreren Häusern pendeln muss.

Ernährung: die unspektakuläre Säule mit großer Wirkung

Am wenigsten glamourös und vermutlich am wirksamsten ist die Ernährungsarbeit. Der Ausgangspunkt ist denkbar einfach formuliert: So wie ein aus brüchigen Ziegelsteinen gebautes Haus seine Funktion nicht lange erfüllt, braucht auch der Körper gute Baustoffe.

Konkret geht es um das Verhältnis von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten, um die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen, und um die bewusste Reduktion belastender Faktoren wie stark verarbeiteter Lebensmittel, Industriezucker und Transfette. In Kombination mit Bewegungsmangel und chronischem Stress können daraus Störungen des Zuckerstoffwechsels entstehen.

Der Glycoplan nach Dr. med. Kurt Mosetter übersetzt das in ein Ampelsystem: Grün empfehlenswert, Gelb gelegentlich in Ordnung, Rot möglichst vermeiden. Kein Dogma, sondern ein Leitfaden, den man im Supermarkt tatsächlich anwenden kann.

Zwei Standorte, ein familiengeprägtes Konzept

Das Institut arbeitet an zwei Orten: in Palma in der Avinguda Mèxic 15, wo montags bis mittwochs behandelt wird, und in Sineu im Inselinneren. Getragen wird es von einer Familie: Pascal Miez (Heilpraktiker, Physio- und Myoreflextherapeut) und Bärbel Miez (Ayurveda-Therapeutin und Naturkosmetikerin), ergänzt um Ellen Fischer als Gesundheitscoach mit Schwerpunkt Ernährung und ganzheitliche Darmgesundheit.

Die Selbstbeschreibung dazu lautet: „Gesundheit ist zutiefst persönlich." Und weiter: „Wir folgen keinen Trends. Wir entwickeln Systeme für Menschen, die mehr wollen als nur Behandlung." In einem Feld, das gerade von Trends überschwemmt wird, ist das eine bemerkenswert defensive Positionierung, und vermutlich der Grund, warum das Haus eher über Empfehlungen wächst als über Werbung.

Für wen das interessant ist

Angesprochen sind zwei Gruppen. Erstens Menschen mit akuten oder chronischen Beschwerden, die merken, dass die Symptombehandlung an eine Grenze stößt. Zweitens, und das ist der eigentliche Schwerpunkt, Menschen ohne akutes Problem, die ihre Leistungsfähigkeit über Jahrzehnte erhalten wollen und dafür bereit sind, an Bewegung, Ernährung, Atmung und Regeneration systematisch zu arbeiten.

Für Residenten auf Mallorca ist das ein Angebot mit kurzen Wegen und deutschsprachiger Betreuung. Für Menschen, die regelmäßig auf der Insel sind, lässt es sich als wiederkehrender Block planen.

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Termine und Erstgespräch Das MIEZ Longevity Institute nimmt Terminanfragen für beide Standorte über die Terminbuchung auf miez-longevity.com entgegen. Telefonisch ist das Institut unter +34 618 56 13 24 erreichbar, per E-Mail unter info@miez-longevity.com.

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